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Drumming Experience

private Homepage des Schlagzeugers Georg Angelé

mein Arbeitsplatz


Über mein Drumset

Viele Jahre hatte ich mich mit einer sehr einfachen Schießbude der untersten Preisklasse begnügen müssen. Mehr war für einen mittellosen Schüler und Studenten nicht machbar. Als ich dann eigenes Geld verdient habe und die elementaren Bedürftnisse befriedigt waren, stand endlich auch die Anschaffung eines neuen Drumsets an. Diesmal sollte es ein wirklich hochwertiges professionelles Instrument sein.

Ich habe dann auch ein kompetentes Musikhaus gefunden. Dort standen fünf professionelle Markenschlagzeuge spielfertig aufgebaut zum Ausprobieren. Es waren die damals gängigen Fabrikate Yamaha, Pearl, Tama, Sonor und ein wenig als Außenseiter ein Ludwig.

Zuerst habe ich mir die Hardware genauer angeschaut. Besonders positiv fielen hier die japanischen Modelle von Pearl und Yamaha auf. Stabile durchdachte Haltesysteme, einfache Verstellmechanismen, fast alles ohne Werkzeug montierbar und einstellbar. Aufwendige detailreiche Konstruktionen für die Pedalmechanik am HiHat und der Fußmaschine. Das genaue Gegenstück war das Modell von Ludwig. Altmodische umständliche Halterungen. Einfachste allerdings solide Technik. Ohne die entsprechenden Schlüssel weder montierbar noch einstellbar. Einfache, allerdings seit jahrzehnten bewährte, Pedaltechnik.

Nun ist ein Drumset allerdings keine Maschine, sondern ein Musikinstrument. Im nächsten Schritt ging es daher darum, den Klangkörper sowie den resultierenden Klang zu bewerten. Da fielen die Trommeln von Ludwig gegenüber den anderen Fabrikaten sofort positiv ins Auge. Die Wände der Trommelkörper waren dicker und in mehr Lagen verleimt als die der übrigen Hersteller. Und das war nicht nur ein optisches Unterscheidungsmerkmal. Beim Probespielen viel mir sofort der vollere, voluminösere oder auch sattere Klang des Ludwig Drumsets ins Ohr. Dabei spielten sicher auch die seit jeher unter Drummern bekannten und beliebten sehr guten Schlagfelle aus dem Hause Ludwig eine Rolle. Nicht das die anderen Fabrikate schlecht waren, aber das Ludwig Drumset war die berühmte Nuance besser. Es war Liebe auf das erste Probespiel. Sofort waren altmodische Hardware und höherer Preis vergessen. In dieser Firma sind eben keine Maschinenbauer am Werk, sondern Leute die wissen wie man Trommeln baut. Mir war klar, dieses Drumset muss es sein. Diese Entscheidung liegt inzwischen 20 Jahre zurück, aber ich habe sie nie bereut. Für mich ist mein Ludwig das, was für den Pianisten sein Steinway oder den Geiger seine Stradivari.

Eine Einschränkung muss ich allerdings bei der Snare machen. Der Ludwigkessel und die Mechanik für den Federteppich waren dermaßen primitiv, da kam keine Freude auf. Aber Metallkessel können auch andere bauen. Ich habe daher die Ludwig Snare kurzerhand gegen eine Snare von Pearl ausgetauscht, die Felle umgespannt und das Stück von Ludwig wieder verhökert. Seit dem bin ich auch mit meiner Snare restlos zufrieden.

Von Anfängern beim Kauf eines Drumsets oft vernachlässigt werden die Becken. Man lässt sich vom Verkäufer irgend ein preiswertes Set aufschwätzen. Oft nach dem Motto, viele Stücke sind wichtiger als viel Klang. Auch ich habe lange auf solchen gestanzten und tiefgezogenen Blechdeckeln gespielt. Für mehr war einfach kein Geld da. Aber Freude ist dabei nicht aufgekommen. Also als Hinweis für alle Neubeginner, für eine gute Ausstattung mit Becken muss man in der Regel noch mal soviel Geld hinlegen, wie für das Trommelset. Also spart lieber etwas bei den Trommeln und investiert das Geld besser in hochwertige Becken.

Gute Becken sind handgeschmiedete Einzelstücke. Die bekommt man nicht im fertigen Set, sondern man muss sie sich einzeln zusammensuchen. Dabei spielt auch der Geschmack und die Persönlichkeit des Drummers eine Rolle. Trommeln kann man nach seinem persönlichen Geschmack zurecht stimmen. Becken sind so wie sie sind. Man muss sie sich nach seinem Geschmack zusammensuchen und zusammenstellen. Da reicht es nicht, einmal in ein beliebiges Musikgeschäft zu gehen und das zu kaufen, was dort gerade vorrätig ist. Wenn man nicht, wie die ganz großen Profis, direkt beim Hersteller sein Set zusammenstellen kann, muss man immer wieder in verschiedene Läden gehen und sich anhören, was dort gerade hängt. Und erst wenn man vom Klang eines Beckens wirklich überzeugt und begeistert ist, sollte man zugreifen. Dabei müssen nicht alle Becken vom gleichen Hersteller kommen. Nicht die Marke, sondern der Klang macht das gute Becken aus. Bis man sein optimales Set an Becken zusammengestellt hat, können schon Jahre ins Land gehen.

Mit meinem Ride Becken (20" Paiste) und meinem Crash Becken (18,5" Sabian) bin ich sehr zufrieden. Beide Becken haben einen sehr harmonischen lang anhaltenden Grundton, ein sehr differenziertes Ansprechverhalten, einen hellen Ping und ein breites abrufbares Klangspektrum. Dazu kommt, das beide Becken klanglich auch untereinander hervorragend harmonieren. Diese beiden Becken bieten ein solch breites Spektrum an Ausdrucksmöglichkeiten, das ich keinen Bedarf für ein weiteres Becken verspüre. Ich habe zwar noch ein zweites einfaches Crash Becken, aber das kommt selten zum Einsatz. Lange hatte ich mich auch mit HiHat Becken der Marke Tosco begnügt. Diese Becken waren ordentlicher Standard, aber es hat mir immer etwas die Klangspitze gefehlt. Lange habe ich nach Becken gesucht, die diesen speziellen von mir angestrebten HiHat Sound hervorbringen. Viele große Musikhäuser in ganz Deutschland habe ich abgeklappert und mir HiHat's angehört. Irgendwann war ich der Suche leid und habe mich dann für HiHat Becken der Marke Zildjian entschieden. Diese Becken sind zwar immer noch nicht das, was ich gesucht hatte, kommen meiner Vorstellung aber doch schon sehr nahe. Und meine alten Tosco Becken müssen jetzt als Splash Becken dienen.

Und noch etwas. Viele Jahre habe ich mit der standard Fußmaschine "Speed King" der Marke "Ludwig" gespielt. Eine ordentliches und robustes Gerät. Kürzlich habe ich mich dann entschlossen, diese Fußmaschine gegen das Doppelpedal DW5000 der Marke "dw" auszutauschen. Dieses Doppelpedal spielt sich hervorragend. Es bietet mir neue technische Möglichkeiten, die mit einem Einfachpedal nicht zu machen sind. Ich bin damit sehr zufrieden.




Mein Ludwig "Rockers" in der Power Ausführung mit 7 Trommeln (2006)

mein Ludwig 2006


Mit Erweiterungen (2017)

mein Ludwig 2017

mein Ludwig 2017


Ausstattung seit 2017

Base Drum 16 x 22"
Stand Tom 16 x 16"
Hänge Tom 13 x 14"
Hänge Tom 12 x 13"
Hänge Tom 11 x 12"
Hänge Tom 9 x 10"
Snare 6 x 14"
Ride Becken ( Paiste ) 20"
Crash Becken ( Sabian ) 18,5"
Crash Becken ( n.n. ) 18,5"
Splash Becken dick ( Tosco ) 14"
Splash Becken dünn ( Tosco ) 14"
HiHat Becken ( Zildjian Mastersound ) 14"
Kuhglocke ( Meinl )


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